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AGNAT-News

02. April 2010: Datentour ins Furggentälti

Wieder einmal war bei Meteostation 1 die GSM-Verbindung unterbrochen und die Zeit sowieso reif für eine Datentour. Prachtswetter war angesagt für Karfreitag und Jolanda und Linda wollten möglichst bald das Gebiet ihrer Bachelorarbeit kennen lernen - ideale Voraussetzungen also für Benno, um die anstehenden Feldarbeiten im Furggentälti zu erledigen. Die Lawinensituation entwickelte sich kurzfristig zum Besseren und machte dem Feldtripp dann auch keinen Strich durch die Rechnung - eine vorsichtige Routenwahl war aber dennoch entscheidend.

Aufstieg ins Furggentälti

Man weiss zwar langsam, dass ein Ausfall der GSM-Verbindung bei Meteostation 1 selten weiter schlimm ist. Und doch hat es auch schon anders ausgesehen, z.B. im Juni 2004, als Loggerkasten und Solarpanel wegen Schneedrucks am Boden lag... Daher waren die letzten Meter an der Karschwelle des Furggentältis ziemlich spannend, doch dann sah man die Station schön im Lot stehen und der Ventilator des Lufttemperatur- und Feuchtemessgeräts summte wie gewünscht vor sich hin. Das heisst: Daten auslesen, das ominöse weisse Kabeli am Logger neu einstecken und abwarten, ob die GSM-Verbindung dann wieder funktioniert.

Auch der Deltalogger scheint gut überwintert zu haben: Die Daten wurden seit Juli 2009 lückenlos registriert und sind plausibel, die Loggerzeit hinkt nur wenige Minuten hinterher und die Batterie wird wohl noch den ganzen Sommer lang halten... Beste Voraussetzungen also für den steinalten Deltalogger, den 23. Geburstag zu erreichen. Seinem Alter zu ehren sollte die immer länger und wertvoller werdende Datenreihe unbedingt detailliert ausgewertet werden - ein erster Schritt ist mit der Integration in die neue PostgreSQL-Datenbank bereits getan.

Blockgletscherpanorama

Dank der reibungslosen Abwicklung der Feldarbeiten blieb auch etwas Zeit zum Buddeln eines Schneeprofils, ehe wir dann (nochmals in schönstem Pulver!) dem Daubensee entgegen brausten. Die Heimkehr via Schwarenbach, Sunnbühl war dann wegen der vielen Winterwanderer nicht so angenehm. Ein Ausweichmanöver durch die Schutthalde vor der Spittelmatte bescherte uns mehr Kratzer als Fahrspass, die letzten Meter vor der Stockbahn fühlten sich an wie in der Sauna.

Jolanda gräbt ein Schneeprofil

Vielen Dank an Linda und Jolanda Begleitung und Mithilfe bei der Feldarbeit!



21./22. August 2009: Feldarbeit im Furggentälti

Grosse Bereiche des Furggentältis sind nur für kurze Zeit im Hochsommer schneefrei, wodurch im August sehr viele Arbeiten anfallen: Sämtliche Boden-Temperaturlogger (Universal Temperature Logger UTL) wollen ausgelesen und gewartet werden und auch bei den anderen Installationen gibt es immer wieder etwas zu erledigen. Zudem sind periodisch die Markierungen für die Vermessung und Photogrammetrie zu erneuern.

 

Um all dies zu erledigen, ging Anina mit der Vermessungscrew bereits am Freitag auf die Gemmi, Benno folgte dann am Samstag. Die Zwischenbilanz ist gut: Noch sind 3 UTL-Standorte zu warten, die restliche Arbeit ist bereits erledigt. Mitverantwortlich für den Arbeitserfolg war die übrerraschend freundliche Witterung.

Bennos Heimfahrt per Bike nach Kandersteg hat die Rückreise um ein gutes Stück abgekürzt - für kleinere Einsätze mit wenig Gepäck absolut empfehlenswert! (...wobei man aber ein paar Abkühlungspausen für die Bremsen einplanen sollte!)



29. September 2009: Auf in neue Gewässer

Feldbericht von Nicole Federspiel

Während der Hochnebel den Unterländern aufs Gemüt schlug, spielte der Altweibersommer in Graubünden all seine Trümpfe aus. So liess sich auch der Steinbock in der Agnat-Gruppe nicht zwei Mal bitten, packte den Rucksack mit den neuen UTL-3 Dataloggern und verreiste kurzerhand ins Nusstortenland.

Nicole Federspiel im Feld

Es galt in neue Gewässer aufzubrechen, d. h. neue Bäche zu analysieren und die Quellregionen mittels UTL’s auf das Permafrostvorkommen zu überprüfen. Und man wurde nicht enttäuscht und das traumhafte Wetter half mit, dass alles reibungslos über die Bühne ging und die Gebiete zufriedenstellend erfasst werden konnten. Die Logger messen nun bis in den nächsten Herbst hinein. Ich hoffe auf wiederum so wunderbares Wetter, damit die Datentour mir wieder solch wunderschöne Wandertage im Hochgebirge beschert.

Nicole Federspiel im Feld

Nicole Federspiel im Feld



21./22. August 2009: Feldarbeit im Furggentälti

Grosse Bereiche des Furggentältis sind nur für kurze Zeit im Hochsommer schneefrei, wodurch im August sehr viele Arbeiten anfallen: Sämtliche Boden-Temperaturlogger (Universal Temperature Logger UTL) wollen ausgelesen und gewartet werden und auch bei den anderen Installationen gibt es immer wieder etwas zu erledigen. Zudem sind periodisch die Markierungen für die Vermessung und Photogrammetrie zu erneuern.

Um all dies zu erledigen, ging Anina mit der Vermessungscrew bereits am Freitag auf die Gemmi, Benno folgte dann am Samstag. Die Zwischenbilanz ist gut: Noch sind 3 UTL-Standorte zu warten, die restliche Arbeit ist bereits erledigt. Mitverantwortlich für den Arbeitserfolg war die übrerraschend freundliche Witterung.

Bennos Heimfahrt per Bike nach Kandersteg hat die Rückreise um ein gutes Stück abgekürzt - für kleinere Einsätze mit wenig Gepäck absolut empfehlenswert! (...wobei man aber ein paar Abkühlungspausen für die Bremsen einplanen sollte!)



1. August 2009: Vermessungsarbeiten im Furggentälti

Diesmal waren Adam und Christoph ohne Begleitung im Furggentälti unterwegs und konnten die Vermessungsarbeiten problemlos im Alleingang bewältigen - herzlichen Dank!

Leider mussten die beiden zudem unschöne Neuigkeiten überbringen: Im Zaun hatten sich jüngst Schafe verheddert, wobei zwei gestorben sind. Die Ursache liegt sehr wahrscheinlich im fehlerhauften Aufstellen des Elektrozauns oder in der schwachen Speisung Solar-Viehhüters. Damit sich nicht noch mehr Unfälle ereignen wurde der Zaun für diese Saison demontiert, im Hinblick aufs nächste Jahr sucht das Projektteam gemeinsam mit den Schafbesitzern nach einer besseren Lösung.



12. Juli 2009: "Alte" und junge Gemmihasen treffen sich im Furggentälti

Es ist schön, dass frühere Gemmimitarbeiter hin und wieder Zeit und Lust haben, ins Furggentälti zu Besuch zu kommen und den momentanen Stand der Installationen zu betrachten. Für Benno ist dies stets eine Gelegenheit den technischen Hintergrund der älteren Anlagen, aber auch Anekdoten zur Forschungsgeschichte vermittelt zu bekommen. Doch wussten die beiden Besucher Bernhard Krummenacher und Severin Schwab nicht nur Geschichten zu erzählen, sie arbeiteten am Sonntag auch kräftig mit: Dem Deltalogger - bal 21-jährig! - wurde eine neue Batterie verpasst und der Masten der Meteostation auf dem Blockgletscher neu gerichtet. ...Arbeiten die Benno alleine nicht hätte durchführen können; herzlichen Dank!

Beni, Sevi, Adam, Benno und Christoph

Derweil hat die Vermessungscrew Punkte auf dem Blockgletscher ein 2. Mal terrestrisch eingemessen: die jüngsten Resultate zur Bewegungsdynamik des Blockgletschers folgen...



10. Juli 2009: Saisonstart im Blüemlisalpgletscher-Vorfeld

Feldbericht von Nicole Federspiel

Nach einem bemerkenswerten Spurt auf das BLS-Bähnli stand einem gemütlichen Tag im Feld nicht mehr im Wege! Soweit, so gut – die neue Öschinen-Gondelbahn schaukelte mich friedlich in die Höhe, wo mich gleich nach dem Ausstieg eine Herde prächtigster Simmentaler Fleckvieh in Empfang nahm.

Idylle am Oeschinensee

Äusserst kritischen Blickes folgten sie mir auf Schritt und Tritt – kein angenehmes Gefühl solch behörnte Kolosse im Nacken zu haben! So schlich ich ruhig hinter her und siehe da: klick-klick hier, klick-klick da – ein gefundenes Fressen für besessene, japanische Sujet-Jäger. Ich wurde dann sogar noch gebeten, mich in Pose zu werfen… Nachdem aber auch geklärt war, dass das nicht meine Kühe seien, stand dem reinen Wandererlebnis nichts mehr im Wege. Trotz meines dritten Besuchs im Gebiet zog mich die Landschaft wiederum in ihren Bann. Eine fantastische Wanderung bis zum „Ober Bärgli“, wo die nächste Kuhattacke auf mich wartete – zum Glück handelte sich dabei nur um ein Kalb, das mir hinterher rannte. Im Gletschervorfeld angekommen waren meine Logger gleich gefunden, eingepackt und die neuen ausgelegt, sodass noch genügend Zeit blieb die nähere Umgebung zu erkunden und das eine oder andere Foto zu schiessen.

UTL-Logger im Blüemlisalpgletscher-Vorfeld

Auf dem Rückweg kam man aus dem „Hallo-sagen“ nicht raus und die Leute stauten sich am Berg! Früh aufzubrechen lohnt sich also allemal!!! Juhee – die Feldsaison ist eröffnet und ich freue mich bereits auf den nächsten Tag im Feld!



30. Juni 2009: Aufräumaktion in Leissigen

Im Testgebiet Leissigen wurde in den letzten Tagen auf Hochtouren gearbeitet, für die meisten Beteiligten wohl mit gemischten Gefühlen: Die Stationen 260, 270 und 320 in der Teuffenegg gibt es nun nämlich nicht mehr.

Teufenegg: Vor dem Rückbau

Station Teufenegg: Vor (oben) und nach dem Rückbau (unten)

Teufenegg: Nach Rückbau

...Schon seit geraumer Zeit sind die Stationen ausser Betrieb, doch das Material lag noch im Graben. Dank der grossen Hilfe von Carol, Franziska, Jan, Nina und Stefan ist das Material nun abgebaut. Die Herausforderungen waren primär körperlicher Art, liessen die Hirne aber nicht im Ferienbetrieb laufen (wie kriegt man das Solarpanel bei 260/270 ganz von dieser Rippe herunter?). Letztlich stellte sich gar heraus, dass auch Wissenschaftler mit Werkzeug umgehen können... An dieser Stelle sei allen Helferinnen und Helfer für ihren wertvollen Einsatz herzlich gedankt!Nachdem die Crew in der vergangenen Woche an zwei Tagen das Material abgebaut und verpackt hatte, wurde es heute per Heli aus dem Graben geflogen. Anschliessend gab es auch noch einen Transport mit Forschungsschrott zur Deponie. Mit der zweiten Autoladung ging es dann ans Institut, wo ein Teil des Materials gleich in einem Projekt der Hydrologie eingesetzt wird.Mit dieser Aufräumaktion sind jetzt nur noch die Stationen installiert, die auch wirklich in Betrieb sind. Und das sind nicht mehr viele: Die beiden Klimastationen im Baachli und Fulwasser, sowie die Abflussstation in Leissigen Dorf und die Geschiebewaage.

Aufräumaktion in Leissigen



13. Juni 2009: Beginn der Feldsaison im Furggentälti

Der intensive Sommerbeginn hat das Furggentälti bereits erstaunlich von den Schneemassen befreit und grössere Bereiche des Blockgletschers sind tatsächlich schon ausgeapert. Eine Wächte oberhalb von Meteostation 2 zeugt aber vom strengen Winter - dort ist die Schneedecke lokal mindestens noch 5 Meter mächtig. Auch in diesem Jahr sind an der Westflanke der Plattenhörner grössere Lawinen abgegangen - davon zeugen Schneeresten im Daubensee. Diesmal hatten Adam, Céline und Benno die Schneeschuhe vorsichtshalber noch einmal mitgenommen, für die nächsten Ausflüge ins Furggentälti kann man sie aber getrost daheim lassen: Die Sommersaison kommt nun mit grossen Schritten näher und schon bald wird die Bergflora herrlich blühen.

Adam wird in diesem Sommer zusammen mit Christoph den Blockgletscher in einem Intervall von 3-4 Wochen terrestrisch vermessen und so die Kriechbewegungen zeitlich hoch auflösen können. Ein Hauptziel des Feldtags war daher eine Einführung in die terrestrische Vermessung. Das Resultat der Erstmessung ist durchaus befriedigend: ca. 5 schneefreie Messpunkte haben wir uns erhofft und dann gut 15 gefunden und erfolgreich eingemessen. Damit wird sich der bedeutende Zeitabschnitt während der Schneeschmelze relativ gutin der Gesamtbewegung einordnen lassen.

Saisonstart im Furggentälti

Céline war mit ins Furggentälti gereist, um die Messinstallationen im Testgebiet kennen zu lernen und die periglazialen Formen betrachten zu können. Sie schreibt ihre Maturarbeit zu den Themen Permafrost und Bergsport.

Der nächste Feldtripp findet voraussichtlich Anfang Juli statt - bis dahin darf der Restschee gerne noch kräftig weiter schmelzen. Im oberen Bereich des Blockgletschers (im Schatten der Plattenhörner) musste Benno nämlich schon im letzten Jahr Ende Juli zur Schaufel greifen, um die UTLs (ground surface temperature) zu warten...



5. Juni 2009: Versetzung der Tracer-Steine im Spissibach

Bei schönem Sommerwetter waren Matthias und Samuel wieder am Spissibach unterwegs. Zuerst wurden die Tracersteine versetzt: Diese befinden sich nun rund 17 m weiter bachabwärts, unterhalb der ersten Antenne. So kann verhindert werden, dass die Tracersteine beim nächsten grossen Unwetter im Pool vor der ersten Antenne stecken bleiben. Da nun alle Steine schon bei der Ausgangspositon von der ersten Antenne erfasst werden sollten, lässt sich die Anlage zudem besser testen.

Tracersteine im Spissibach


Später haben Samuel und Matthias dann zusätzlich noch den linken Teil des Geschiebesammlers vermessen, in dem beim letzten Unwetter Geschiebe umgelagert wurde.



14. Mai 2009: Abschluss der Dissertation von Franziska Schmid

Franziska Schmid konnte heute mit Vortrag und anschliessender angeregter Diskussion erfolgreich ihre Dissertation abschliessen. Die AGNAT gratuliert ganz herzlich!!



1. Mai 2009:
Vermessungsarbeiten am Spissibach

Am Freitag haben Matthias Fuchs und Samuel Zahner den Geschiebesammler des Spissibachs bei Leissigen terrestrisch vermessen. Rund 700 Messpunkte in der Fläche hinter dem Rückhaltebauwerk zeigen eine detaillierte Momentaufnahme des Reliefs und damit der Ablagerungen und Erosionsspuren des Spissibachs. Durch das wiederholte Einmessen der Oberfläche (speziell nach Hochwasserereignissen) werden Matthias und Samuel die Veränderungen im Ablagerungsraum quantitativ analysieren und letztlich auch eine Volumenbilanz erstellen können.

Vermessungsarbeiten im Geschiebesammler des Spissibachs



29. Mai 2009: Vermessungsarbeiten nach dem Unwetter vom 26./27. Mai

Einmal mehr waren Matthias Matthias Fuchs und Samuel Zahner am und im Spissibach unterwegs. Die erste Bilanz nach den Unwettern vom 26. und 27. Mai: 10 Tracersteine haben Ausgangsposition tatsächlich verlassen und wurden bis maximal 12 Meter bachabwärts versetzt. Auch die Ablagerungen und Wasserläufe im Geschiebesammler sehen leicht verändert aus: Im unteren (orographisch) linken Bereich der Insel kam es zu kleineren Umlagerungen. Zudem haben sich zwei kleine Maueren gebildet, die das Wasser vor der Insel links anstauen, so dass zur Zeit nur auf der rechten Seite der Insel Wasser fliesst. Allerdings könnte dies auch auf den zur Zeit sehr geringen Abfluss von ca 40-50l/s zurückszuführen sein.

Achimedes im Spissibach

hinter dem Geschiebesammler



14. Mai 2009: Abschluss der Dissertation von Franziska Schmid

Franziska Schmid konnte heute mit Vortrag und anschliessender angeregter Diskussion erfolgreich ihre Dissertation abschliessen. Die AGNAT gratuliert ganz herzlich!!



1. Mai 2009:
Vermessungsarbeiten am Spissibach

Am Freitag haben Matthias Fuchs und Samuel Zahner den Geschiebesammler des Spissibachs bei Leissigen terrestrisch vermessen. Rund 700 Messpunkte in der Fläche hinter dem Rückhaltebauwerk zeigen eine detaillierte Momentaufnahme des Reliefs und damit der Ablagerungen und Erosionsspuren des Spissibachs. Durch das wiederholte Einmessen der Oberfläche (speziell nach Hochwasserereignissen) werden Matthias und Samuel die Veränderungen im Ablagerungsraum quantitativ analysieren und letztlich auch eine Volumenbilanz erstellen können.

Vermessungsarbeiten im Geschiebesammler des Spissibachs



26. März 2009: Einführung RFID-Geschiebemonitoring & Besuch Hochwasserentlastungsstollen Thun

Am Donnerstrag war Bruno Gerber mit Samuel Zahner und Matthais Fuchs in Leissigen, um sie mit den Installationen der RFID-geschiebmonitoring-Anlage vertraut zu machen. Zuerst schauten sie sich aber noch eine Installation von weit grösserer Dimension an: Durch den Hochwasserentlastungsstollen in Thun wurden gestern erstmals über 100 Kubikmeter pro Sekunde abgelassen. Hanspeter Früh von der Gewässerregulierung des Kantons demonstrierte, wie die Anlage gesteuert wird.

Hochwasserentlastungsstollen Thun

Anschliessend begaben sie sich an den beschaulichen Spissibach: Der Schnee bei Station 220 weicht nun doch langsam und die Anlage scheint den Winter gut überstanden zu haben. Die RFID-Steine lagen noch mehr oder weniger am Aussetzungsplatz, einzelne hatten sich ein paar Meter flussabwärts verschoben. Matthias und Samuel werden schon bald ihre Arbeit aufnehmen und die Ausgangslage dokumentieren gehen.



19. März 2009: Abschluss der Dissertation von Eva Gertsch

Eva Gertsch konnte heute mit Vortrag und anschliessender angeregter Diskussion erfolgreich ihre Dissertation abschliessen. Die AGNAT gratuliert ganz herzlich!!



18. März 2009: Wenn Windrädchen Schnee schaufeln - Meteostationen im Schneemessmungsmodus

Wenn das schöne Wetter lockt und zudem die Messstation im Baachli seit längerem merkwürdige Werte registriert, gibt es wohl keinen Grund mit einem Feldausflug zu warten.
So haben sich Benno und Anina am Mittwoch früh auf den Weg gemacht, um am Spissibach zum Rechten zu sehen. Es hätte nicht schöner und eindrücklicher sein können: Bei strahlendem Sonnenschein und frühlingshaften Temperaturen gingen sie ihren Weg durch die immer noch tief verschneite Landschaft und staunten ob der gigantischen Schneemengen. Auf dem Hüttendach im Hore hat es gut 1.3 m Schnee (jetzt schon stark durchnässt und zusammengesackt), doch das war noch lange nicht alles.

Bereits im Fulwasser wurde ihre Vermutung für die komischen Messwerte im Baachli bestärkt: Die Messgeräte im Fulwasser befanden sich knapp über der Schneeoberfläche, jene im Baachli werden wohl ganz im Schnee stecken. Nach eifrigem Schaufeln kamen dann auch der Loggerkasten und die Regenwippe zum Vorschein. So stand der Inbetriebnahme der Regenwippe nichts mehr im Weg.

Hochschnee im Fulwasser

Gespannt auf das Bild der Messstation im Baachli zogen Anina und Benno erwartungsvoll weiter ins Baachli und fanden dort ihre vermutete Ursache für die fehlerhaften Messwerte bestätigt: Die Messgeräte lagen allesamt unterm Schnee begraben. Auch hier griffen die beiden zur Lawinenschaufel und buddelten Löcher. So wurden alle Geräte wieder in einigermassen gutem Zustand vorgefunden (aber bis zu 1 m unter der Schneeoberfläche!); auch der Mast liess sich gerne von der Schneelast befreien. Statt der Temperatur der Schneedecke wird nun wieder jene der Luft registriert, die Windgeschwindigkeit und die kurzwellige Einstrahlung kann sich gegenüber dem eingeschneiten Zustand fast nur erhöhen... Leider konnten wir im Baachli die Regenwippe noch nicht montieren. Die ist nämlich in der Alphütte drin und die ist momentan noch komplett zugeschneit.

Wo sind die Messgeräte?

Gebietskundige wissen: knapp 2 m über Grund befinden sich hier 3 Messgeräte, doch nur das Windrad schaufelt sich langsam Platz auf der Schneeoberfläche...


Ausbuddeln im Baachli


Somit funktioniert nun alles wieder wie gewünscht und das Leissigen-Team blickt gespannt Richtung Schneeschmelze.


5. März 2009 : Wir gratulieren!

Michael Pauli konnte sein Diplomstudium als Geograph erfolgreich abschliessen. Die AGNAT gratuliert ganz herzlich!



5. Februar 2009: Wartungsarbeiten im Furggentälti

Die eisigen Temperaturen strapazieren auch den Messinstrumenten im Furggentälti stärker als in den letzten Jahren: Seit Ende Dezember 2008 wollte die Meteostation im Schatten des Blockgletschers nicht mehr richtig funktionieren und übermittelte auch keine Daten mehr per GSM-Netz. Schlud daran war eine zu schwache Batteriespannung von unter 10V. Da in dieser Woche der Feldkurs Schnee und Lawinen in der Gemmiregion durchgeführt wurde, konnte der strapaziöse Batteriewechsel gleich mit einer kleinen Ski-/Schneeschuhtour verbunden werden.

Batteriewechsel bei Station 151

Seither funktioniert die Meteostation trotz der Kälte wieder einwandfrei - der gesamten Expeditionsgruppe sei für ihren Einsatz herzlich gedankt!


28. Januar 2009 : Unten grau, oben blau

..war es heute in Leissigen. Dennoch sahen Anina und Nicole bei ihrem Ausflug nach Leissigen die Sonne nur selten - stand doch das Morgenberghorn ganz am falschen Ort. Trotzdem verbrachten sie einen schönen Wintertag in Schneeschuhen und werkten auch erfolgreich an den Stationen. Die Kälte des diesjährigen Winters hat den Meteostationen etwas zugesetzt: Nach mehrmaligem Batteriewechsel im Laufe der vergangenen Monate, musste gestern nun auch noch der Logger im Baachli ausgetauscht werden. Mit Erfolg: nun funktioniert wieder alles wie gewollt!

Winterlandschaft bei Leissigen


Nebst dem Arbeiten blieb aber auch Zeit um die wunderbar verschneite Landschaft, das blau schimmernde Morgenberghorn und die frische Luft zu geniessen. Die Bilder sprechen für sich..

Wartungsarbeiten

Nun sitzen Anina und Nicole wieder im nebligen Bern und träumen bereits vom nächsten Feldtag.



AGNAT-Ausflug ins Kiental (2006)

Frühere Feldberichte aus dem Jahr 2008

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Weitere Informationen zu diesem Thema
Geographisches Institut der Universität Bern
http://www.geography.unibe.ch/lenya/giub/live/index.html

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